“Der Baum ist genauso wie wir. Er lebt von Essen und Trinken, genauso wie wir. Der Baum wächst aus der Erde heraus und wird immer größer, so wie wir.

Die Wurzel ernährt den Baum und bringt alles in ihn hinein, was er braucht zum Leben, um groß und kräftig zu werden. Wenn der Baum anfängt zu wachsen, dann beginnt ein neues Leben und wird immer größer und größer, bis es wieder zurück in die Erde geht.

Das kann man den Lebensweg nennen.”

Zitat:

 

 

 

 

Wie alles begann

Sabine Tiedtke

“Die Idee, ein stationäres Hospiz in Bad Oldesloe zu gründen, kam mir vor einigen Jahren während meiner Weiterbildung zur verantwortlichen Pflegefachkraft.”

Während meiner Ausbildung zur Krankenschwester und später als Pflegefachraft im Krankenhaus und im ambulanten Pflegedienst wurde mir schnell klar, was meine Aufgabe ist. Ich wollte Menschen in ihrer letzten Lebenszeit unterstützen und begleiten, einen Ort  schaffen, wo Trost und Halt möglich sind, für diese ganz besondere Lebenszeit – das Lebensende. Und nicht nur das, mein Anspruch war es gleichzeitig, das Thema Tod und Sterben wieder mehr aus der Tabuzone zu holen und Menschen die Möglichkeit zu geben sich mehr auszutauschen, gemeinsam über das Sterben und den Tod zu sprechen und somit auch Ängste und Unsicherheiten abzubauen. Und ich wollte Menschen ermutigen, sie begleiten und Ihnen Hilfestellung geben oder Ihnen Wege aufzeigen, wie es irgendwie weitergehen kann.

Deshalb machte ich mich auf den Weg und gründete am 28.02.2013, gemeinsam mit 25 weiteren Gründungsmitgliedern, den Förderverein Lebensweg – Stationäres Hospiz für Jung und Alt – e.V., als Ausgangsbasis für die Entstehung eines stationären Hospizes in Bad Oldesloe in dem Kreis Stormarn.

Ich merkte sehr schnell, dass es nicht mein alleiniger Wunsch war, ein stationäres Hospiz in Bad Oldesloe zu gründen. Sehr schnell fanden sich Menschen zusammen, die jeder mit seinen ganz eigenen Fähigkeiten das Projekt vorantrieben und unterstützten.

So bildete sich mit der Zeit eine immer größer werdende Gemeinschaft aus Geldgebern,  Spendern, Unterstützern und aus ehrenamtlichen Mitarbeitern und aus meiner Vision wurde „unsere Vision“, genauso wie ich es mir gewünscht hatte.

Durch aktive Öffentlichkeitsarbeit, ein großes Netzwerk und Unterstützung von Politik, vielen Bürgern und zahlreichen Spendern besteht mittlerweile auch die Lebensweg-Stiftung und seit kurzem die Hospiz Lebensweg gemeinnützige GmbH. Die gGmbH wird als Betreiber des zukünftigen stationären Hospizes den operativen Betrieb der Einrichtung übernehmen.

Die Sparkasse Holstein hat die Sparkassen-Hospiz Stiftung Stormarn gegründet, um damit die Hospizarbeit zu unterstützen und den Bau des stationären Hospizes zu ermöglichen. Die Sparkassen-Sozialstiftung Stormarn ist neben der Lebensweg-Stiftung und dem Palliativnetz Travebogen Mitgesellschafter an der Hospiz Lebensweg gGmbH.